Lernbauernhof Rhein Main Der Hof... Bereits seit dem Jahr 1642 und nunmehr 9 Generationen betreibt die Familie Maurer in Bad Homburg/Ober-Eschbach Landwirtschaft. Seit 1999 ist der Hof unter der Leitung von Gerhard und Ursula Maurer auch Lernbauernhof. Nach der Vollendung des 65. Lebensjahres von Gerhard Maurer Anfang 2014 übergab dieser das Zepter an seinen Sohn Thomas, der nun mit seiner Familie den Hof in 9. Generation betreibt und das Angebot des Lernbauernhofes fortführt. Im Jahr 1958 siedelte der Vater von Gerhard Maurer auf den heutigen Standort "Bienäcker" aus, damals befand sich das Anwesen noch in der freien Feldgemarkung, heute ist die Wohnbebauung bis an  den Hof herangerückt. Mit 11 Milchkühen und einer Flächenausstattung von 15 ha konnte damals ein Landwirt existieren und eine Familie ernähren. Im Januar 1974 übernahmen Gerhard und Ursula Maurer den Betrieb. Schon immer waren Kindergartengruppen und Schulklassen willkommen und wurden mit sehr viel Zuwendung über die Landwirtschaft informiert. Mitte der 1990-er Jahre wurde deutlich, dass mit der relativ geringen Flächenausstattung und den doch im Laufe der Zeit zu kleinen Stallungen entweder eine größere Baumaßnahme oder die Abstockung zum Nebenerwerbsbetrieb bevorstand. So erwies es sich als Glücksfall, dass das Amt für den ländlichen Raum des Hochtaunuskreises schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Bauernhof im Umkreis von Frankfurt war, der sich als "Lernort" für Kinder und Jugendliche eignete. Der damalige Leiter des Amtes, Dr. Karl-Heinz Heckelmann, sprach die Eheleute Maurer an, und so begannen zügig die Vorarbeiten für die Umstrukturierung der Hofstelle zu einem Lernbauernhof. Der Kuhstall wurde verkleinert und ein Lehrsaal mit kleiner Küche errichtet. Finanziert wurde das Ganze durch den neu gegründeten "Trägerverein Lernbauerhof Rhein-Main", der unter der Geschäftsführung des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins e.V. und mit dauerhafter finanzieller Unterstützung durch die Städte Bad Homburg und Frankfurt und den Regionalpark Rhein-Main die Umsetzung des neuartigen Konzeptes ermöglichte. 1999 öffnete der Betrieb Maurer als Lernbauernhof seine Pforten. Seitdem gab es dank weiterer Sponsoren eine stetige Weiterentwicklung und Optimierung der Einrichtung, wie z.B. den Erwachsenenlehrpfad oder die begehbare Hamsterburg. Nach nur 14 Jahren wurde im Sommer 2013 der 50.000 (!) Besucher begrüßt. Diese Zahl spricht für sich und nicht eingerechnet sind die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die einfach mal vorbeischauen und immer willkommen sind, sei es, um einen Blick in die Stallungen zu werfen, oder um einfach im Sommer unter der großen Kastanie neben dem Hühnerstall zu rasten und zuzuschauen, wie die Kinder auf eigene Faust die Umgebung entdecken oder die  "Hamsterburg" erkunden. Anfang 2014 fand ein Generationswechsel statt, Thomas Maurer, der nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker in seiner Freizeit noch eine landwirtschaftliche Ausbildung erfolgreich absolvierte und auf dem Hof groß wurde, übernimmt offiziell mit seiner Lebensgefährtin Fabienne Raab, die ebenfalls aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Seulberg stammt, die Leitung des Lernbauernhofes. Er wird dies im Nebenerwerb machen und seinen Beruf bei der Max-Planck- Gesellschaft in Frankfurt weiter ausüben. Unterstützt wird er im Lehrbetrieb weiter von Frau Beate Ott, die bereits seit einigen Jahren Gruppen führt. Aber Gerhard und Ursula Maurer ziehen sich selbstverständlich nicht auf das Altenteil zurück. "Eigentlich läuft alles so weiter wie bisher. Ich werde weiterhin so oft es geht, Führungen übernehmen", versichert Gerhard Maurer. Und seine Frau Ursula sorgt dafür, dass morgens - je nachdem, ob die Kinder zum zweiten Frühstück Kartoffeln mit Quark oder Pfannkuchen selbst zubereiten wollen - alles vorbereitet ist. Der Stall wurde 2014 umgebaut und modernisiert,  die Kühe werden als Mutterkühe gehalten und haben im neuen Laufstall Auslaufmöglichkeiten ins Freie.